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Ratgeber

Einstieg in die Immobilienwirtschaft: Ausbildung, Quereinstieg, Erlaubnis

Welche Wege in Vermittlung und Verwaltung führen und welche Nachweise zählen.

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Ausbildung zum Immobilienkaufmann

Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird von der IHK geprüft. Ausbildungsbetriebe sind Wohnungsunternehmen, Verwaltungen, Bauträger, Maklerbüros und Banken. Achte darauf, welche Bereiche du durchläufst: Vermietung, Verwaltung, Verkauf oder Bau. Je breiter die Stationen, desto mehr Wege stehen dir danach offen.

Nach der Ausbildung kannst du dich spezialisieren, etwa auf Vermietung, Verkauf, WEG-Verwaltung oder Projektentwicklung.

Quereinstieg

Quereinsteiger kommen häufig aus Bank, Versicherung, Bau, Handwerk oder kaufmännischer Verwaltung. In der Hausverwaltung zählen Erfahrungen mit Buchhaltung, Verträgen und dem Umgang mit Handwerksbetrieben. In der Vermittlung zählen Verkaufserfahrung und Ortskenntnis. Für die WEG-Verwaltung kannst du dich über die IHK-Prüfung zum zertifizierten Verwalter qualifizieren.

Ein realistischer Einstieg ist die Assistenz in einer Verwaltung oder einem Maklerbüro. Dort lernst du Abläufe, Software und Vertragsarten kennen, bevor du eigene Objekte betreust. Frag, ob der Arbeitgeber eine Weiterbildung zum zertifizierten Verwalter unterstützt.

Wenn du dich selbstständig machen willst

Für die eigene Makler- oder Verwaltertätigkeit beantragst du die Erlaubnis nach § 34c GewO bei der zuständigen Behörde. Geprüft werden Zuverlässigkeit und Vermögensverhältnisse, zum Beispiel ob ein Insolvenzverfahren läuft oder ein Eintrag im Schuldnerverzeichnis besteht. Für Verwalter kommt die Berufshaftpflichtversicherung dazu, danach die Weiterbildungspflicht von 20 Stunden in drei Kalenderjahren.

Unterlagen und Bewerbung

  • Lebenslauf mit Stationen in Vermietung, Verwaltung, Verkauf oder Buchhaltung.
  • Nachweise über Weiterbildungen, etwa zum zertifizierten Verwalter.
  • Arbeitszeugnisse, die Bestandsgröße oder Abschlüsse nennen.
  • Führerschein, wenn die Anzeige Außentermine nennt.

Viele Stellen setzen einen Führerschein voraus, weil Besichtigungen und Objekttermine vor Ort stattfinden. Nenne in der Bewerbung konkret, welche Objektarten du kennst, etwa Wohnungseigentum, Mietwohnungen oder Gewerbe, und mit welcher Software du Abrechnungen erstellt hast.

Anzeigen richtig lesen

Prüfe, ob es um eine Anstellung oder um freie Mitarbeit geht, wie viele Einheiten zu betreuen sind und wie viele Eigentümerversammlungen im Jahr anfallen. Diese Punkte bestimmen deinen Alltag stärker als der Jobtitel.

Achte auch auf die Objektarten. Gewerbeimmobilien, Mietwohnungen und Wohnungseigentum verlangen unterschiedliches Fachwissen, und nicht jede Verwaltung arbeitet in allen drei Bereichen.

Fragen für das Gespräch

  • Wie viele Einheiten oder Objekte betreue ich, und wie ist die Vertretung geregelt?
  • Wie viele Eigentümerversammlungen fallen pro Jahr an, und zu welcher Uhrzeit?
  • Wer bezahlt Weiterbildungen und die Prüfung zum zertifizierten Verwalter?
  • Welche Software nutzt ihr für Buchhaltung und Abrechnungen?

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